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Mithras such sich einen Platz an der Sonne.Quelle: Wirtschaftsmagazin Emsländische Firma will im Mittleren Osten Solarthermie-Kraftwerke bauen – Büro in Abu Dhabi geplant. hpet DERSUM/ABU DHABI. Das Thema Solarthermie ist heiß. Erst in der vergangenen Woche haben 15 Großunternehmen ihre Absicht geäußert, binnen zehn Jahren 400 Milliarden Euro in Kraftwerke in der Sahara zu investieren. Das Ziel: Die Versorgung Europas mit günstigem, erneuerbarem Strom. Die Firma Mirolux aus Dersum (nördliches Emsland) macht es ein paar Nummern kleiner. Die Richtung ist aber die gleiche. Auch Mirolux möchte neue Wege in der Solarthermie gehen. Das Konzept des erst vor einem Jahr gegründeten Unternehmens setzt auf die Entwicklung und den Bau mittelgroßer Solarkraftwerke in einer Größenordnung, die ein Industriegebäude oder einen Stadtteil versorgen können. Das klappt selbstverständlich nur dort, wo auch die Sonne entsprechend häufig scheint. Deshalb konzentriert sich Mirolux auf Spanien, Kalifornien und den Mittleren Osten. Hier kommt die Industrieund Handelskammer Osnabrück- Emsland ins Spiel. Die veranstaltet seit 2005 Delegationsreisen für Unternehmer in den arabischen Raum (siehe Kasten). Ende Mai ging es nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Auf von der Auslandshandelskammer vorbereiteten Kontaktbörsen hat Mirolux- Geschäftsführer Ralf Jungebloed viele Hände geschüttelt und Visitenkarten gesammelt. So weit zu den Gemeinsamkeiten mit hiesigen Gepflogenheiten. Es gibt aber auch Unterschiede: Die Unternehmen im Mittleren Osten hätten ihren Ursprung sehr häufig in den reichen Scheichfamilien, erklärt Jungebloed. Er sieht das entschleunigte Geschäftsgebaren der Araber gerade in Krisenzeiten positiv. Da wird der Small Talk häufiger mal zum Long Talk. „Wenn ein Vertrag geschlossen wird, vergisst ein Geschäftspartner den anderen nicht gleich nach der Lieferung wieder.“ Damit diese Chance noch kleiner wird, will Mirolux Ende des Jahres in Abu Dhabi, der Hauptstadt der VAE, ein Büro eröffnen. Warum Abu Dhabi? Jungebloed: „Weil die ihren Schwerpunkt auf erneuerbare Energien setzen.“ Schwerpunkt bedeutet in diesem Fall auch Geld. Das betrifft neben den Investitionen in ausgereifte Technik auch Zuschüsse bei der Einspeisung des Stroms. Denn zum jetzigen Zeitpunkt ist die Solarthermieforschung in Sachen Wirtschaftlichkeit noch nicht so weit, dass sie mit der Ölverbrennung mithalten kann. Geld spielt für Mirolux aber auch in der Heimat eine Rolle. Denn noch existieren die Mirolux-Kraftwerke nur auf dem Papier. Die dafür erforderlichen Bauteile möchte das Unternehmen in Deutschland herstellen. Einen Großteil der notwendigen 7,5-Millionen-Euro-Starthilfe will Jungebloed aus Fördermitteln und Landesbürgschaften sichern. Bei der Standortsuche konkurrieren Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen miteinander. Geschäfte im Mittleren Osten Die IHK Osnabrück-Emsland hilft regionalen Unternehmen im arabischen Raum Fuß zu fassen. Seit 2005 organisiert sie Delegationsreisen für ihre Mitglieder. Laut IHK unterhalten derzeit allein 55 Firmen aus ihrem Bezirk Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen aus Saudi-Arabien. Seit 2007 gibt es zudem den „Niedersächsischen Business Pool Saudi-Arabien“. Unter dem Dach der Außenhandelskammer können Firmen dort ihre eigene Repräsentanz in der Hauptstadt Riad unterhalten. |








